05.04.2012 campus-leben

Feierliche Eröffnung der Siegfried Unseld Bibliothek

Mit einem feierlichen Festakt und hohem Besuch wurde am gestrigen Abend die neu konzipierte Siegfried Unseld Bibliothek am mediacampus eröffnet.

In ihren Redebeiträgen betonten Monika Kolb, Geschäftsführerin des mediacampus, und Osama Ishneiwer, Literaturdozent, die Bedeutung der Literatur für die Buchbranche und dass sie dementsprechend einen wichtigen Schwerpunkt in der Ausbildung sowie in allen anderen Bildungsformaten am mediacampus spielt.

In den letzten Monaten hat Ishneiwer mit vielen Verlagen Kontakt aufgenommen, um die Bibliothek mit neuen Werken zu bestücken. Ziel war es, alle Autorinnen und Autoren, welche im Unterricht erwähnt und behandelt werden mit den entsprechenden Werkausgaben präsent zu haben, um damit die Bibliothek zu einem literarischen, kultur-politischen Ort auszubauen. Auf diese Weise kann der Branchennachwuchs Literaturgeschichte und Literaturgegenwart begegnen und entdecken.

Dank der Unterstützung zahlreicher Verlage, die insgesamt Bücher in einem hohen fünfstelligen Bereich gespendet haben, entwickelt sich die Siegfried Unseld  Bibliothek zu einer ganz bedeutenden und einzigartigen Bibliothek, wie sie nur wenige Bildungsinstitutionen im deutschsprachigen Raum verfügbar haben. In den letzten Monaten sind auf diese Weise ca. 80 Werkausgaben und rund 1000 neue Titel hinzugekommen. Der mediacampus dankt folgenden Verlagen für die großzügigen Spenden: Suhrkamp, Carl Hanser, S. Fischer, Argument, Wallstein, Klett-Cotta, Felix Meiner, Peter Hammer, DTV, Schwabe, Hoffmann und Campe, Pendragon, C. H. Beck, Zu Klampen, Mehring, WBG sowie Kiepenheuer und Witsch.

Zur feierlichen Eröffnung waren extra Raimund Fellinger, Cheflektor des Suhrkamp Verlags, und Gesine Dammel, Insel Verlag, nach Frankfurt gekommen. Fellinger betonte in seiner kurzen Ansprache die Bedeutung der Autoren für den Suhrkamp Verlag: „Suhrkamp publiziert keine Bücher, sondern veröffentlicht Autoren“.

In den anschließenden Lesungen stellten die beiden Autoren ihre neusten Werke vor. Albert Ostermaier las zum einen aus «Schwarze Sonne scheine» und aus einem ganz neuen Manuskript, welches auch dem Verlag erst seit einer Woche vorliegt und dass nur als Datei auf dem IPad verfügbar war: «Die Liebenden». Die Erzählung wird im Herbst erscheinen und die Auszubildenden kamen so in den Genuss einer Weltpremiere. Nina Bußmann präsentierte ihren Debütroman «Große Ferien», mit dem sie beim Ingeborg Bachmann-Preis 2011 ausgezeichnet wurde. Fellinger hob die vielen guten Besprechungen hervor und legte den Nachwuchsbuchhändlerinnen den Roman ans Herz, der seit vier Wochen im Handel erhältlich ist.

 

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