21.08.2012 campus-leben

Verbrechen auf dem Campus

Dienstag, 31.07.2012, 11.00 Uhr, MEZ: Die gute, alte Libresso-Pause liegt hinter mir und das bedeutet ausreichend Espresso-Zucker-Stückchen.

Gut gelaunt gehe ich ins Unterrichtsgebäude; ja, sehr gut gelaunt, denn auf die Ankündigung des heutigen Abendprogramms habe ich mich schon lange gefreut. Ich gehe in die erste Klasse und Frage: „Wer kennt Jörg Sundermeier.“ - …mh, Schweigen, aber na gut, nächste Frage: „Wer kennt den Verbrecher Verlag?“ - …mh, wieder Schweigen. Nun hätte ich mir Gedanken machen können über den Zustand deutscher Sortimente, aber ich lasse das, schalte den Computer ein, starte das Internet natürlich mit Highspeed und gehe auf: www.verbrecherverlag.de und dann ist nix mehr mit Schweigen, dann ist „Wie cool ist das denn?“. Vorausschauend frage ich nicht, wer was mit „KWS“ anfangen kann und erkläre lieber gleich. „STIFTUNG, ES-GEHT-UM-DAS-BUCH, UNABHÄNGIGE-VERLAGE, KURT-WOLFF-WICHTIGER-VERLEGER, SCHON-KAFKA, ENGE-KOOPERATION, IN-JEDEM-KURS-MIT-ZWEI-VERLAGEN“ und diesmal also mit Jörg Sundermeier vom Verbrecher Verlag sowie Dielmann, Axel. Verleger. Genauso ein Kreativoriginal wie der Sundermeier, verlegt beispielsweise Norbert Abels und ist in der Lage, sich und seinen Verlag immer wieder neu zu erfinden.

Dienstag, 31.07.2012, 20.20 Uhr, MEZ. 50 von den 62 Azubis des 174. Berufsschulblocks klatschen begeistert den beiden Verlegern zu, nehmen dankend die Leseexemplare entgegen, verweilen noch etwa 60 Minuten biertrinkend mit Sundermeier/Dielmann, gehen dann nach Hause und haben fortan irgendwie eine Vorstellung mehr davon, wie der stationäre Buchhandel aussehen könnte.

Vielen Dank an die Kurt Wolff Stiftung, an Jörg Sundermeier und Axel Dielmann sagt Literaturdozent Osama Ishneiwer.

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