21.03.2013 campus-leben

«Kleiner Onkel sah aus wie eine Kuh»

Veranstaltung mit der Verlagsgruppe Oetinger zum Thema Non-Book

Die Schüler des 177. Blocks des mediacampus frankfurt erlebten einen interessanten, anschaulichen und kulinarisch ungewöhnlichen Abend. Es berichten Sonka Ernst (Thalia Buchhandlung in Aurich) und  Juliane Machert (Guttenberg-Buchhandlung Dr. Kohl in Mainz).

Zu Gast waren Rebecca Brüser (Leitung Non-Book) und Alexandra Fürtauer (Projektmanagerin/Vertrieb) von der Verlagsgruppe Oetinger  die nicht nur anhand einer visuellen Präsentation, sondern besonders durch wunderbares Anschauungsmaterial das Thema des Abends den Auszubildenden näher brachten. Im Vorfeld hatte die Veranstaltungs-AG, zusammengesetzt aus freiwilligen Schülern des Kurses, für die  passende Atmosphäre zum Thema des Abends gesorgt.

Zu Beginn der Präsentation wurde der Verlag und seine Geschichte vorgestellt, der stark mit der Familie Oetinger bzw. Weitendorf und seinen Traditionen verbunden ist. Die beiden Referentinnen zeigten, welche Charaktere der Kinderbücher ins Non-Book Sortiment aufgenommen werden und wie die einzelnen Produkte rund um die Charaktere entwickelt werden. Wichtig ist dabei, dass die Produkte zur «Welt» der Charaktere passen: Eine Zwille passend für Ritter Trenk, eine Dose mit grünem Schleim passend für die Olchis.

Brüser und Fürtauer zeigten die einzelnen Stufen der Produktionen im Non-Book-Sortiment auf, von der Idee am Schreibtisch, über Zeichnungen und Rohfassungen bis hin zur Fertigstellung eines Produkts. Beide Referentinnen beantworteten geduldig alle Fragen aus dem Publikum. Spannend dabei war, verschiedene Rohfassungen in den Händen zu halten, da es durchaus bis zu einem Jahr in Anspruch nimmt, bis das Produkt zufriedenstellend aussieht und alle Sicherheitskriterien erfüllt sind.

Zwei weitere Punkte sorgten für Überraschung: Zum einen, dass die Mitarbeiter des Verlags selbst zu den Produktionsstätten nach Asien reisen und zum anderen, dass auch Autoren ein großes Mitbestimmungsrecht haben. So werden regelmäßig die Erben von Astrid Lindgren besucht, werden zu ihren Meinungen zu einer Produktidee gefragt und können diese Ideen auch ablehnen.

Sehr praxisnah war der Teil des  Abends, der zeigte, wie die Non-Book-Reihen im Sortiment präsentiert werden können. Brüser und Fürtauer betonten, wie wichtig es ist, «Welten» rund um einen Charakter zu schaffen, Produkte anfassen und ausprobieren zu können und somit Emotionen aufzubauen. Sie wiesen darauf hin, dass man sich für Hilfe und Ideen nicht nur an den Verlag direkt wenden kann. Viele Anregungen für das Sortiment können besonders auf Messen eingeholt werden, die sich nicht nur an Buchhändler richten.

Auf den offiziellen Teil folgte ein besonderes Highlight. Die Veranstaltungs-AG hatte ein olchiges Buffet mit «Drecksbrühe», «Drachenpopel», «Spinnenküssen» und weiteren Leckereien für Olchi-Fans vorbereitet. Insgesamt wurde der Rahmen der Veranstaltung von der AG ansprechend hergerichtet. Sie dekorierten liebevoll den Raum, verwandelten ihn in eine «Villa Kunterbunt» und schmückten ihn mit Scherenschnitten der Charaktere der Verlagsgruppe. Die AG kümmerte sich um das leibliche Wohl und zwei Schülerinnen, verkleidet als Pippi Langstrumpf und Olchi, führten durch das Programm.

Vielen herzlichen Dank an Rebecca Brüser, Alexandra Fürtauer und das Verlagsteam für die schöne Veranstaltung!

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