05.06.2014 campus-leben

Abendveranstaltung mit dem Wallstein Verlag

Großer Zuspruch

Auf großen Zuspruch unter den Schülern traf die Einladung des Wallstein Verlags. Nicht weniger als 46 angehende Buchhändler und Medienkaufleute waren am Abend des 3. Juni erschienen, um sich von Verleger Thedel von Wallmoden einen Überblick zu Geschichte, Profil und Programm des renommierten Göttinger Verlags geben zu lassen.

Anschaulich berichtete von Wallmoden von den Anfängen mit einem Göttinger Kneipenführer für Studenten 1985, der allmählichen Etablierung als Publikationsort für deutsche Klassiker und dem Durchbruch mit der Autobiografie der Auschwitz-Überlebenden Ruth Klüger im Jahr 1992. Durch diesen Erfolg konsolidiert, ist der Verlag seitdem in der Buchbranche eine feste Größe.

Deutlich machte von Wallmoden dabei den Anspruch Wallsteins, Aufklärung nicht als abgeschlossene historische Epoche zu betrachten, sondern vielmehr durch Veröffentlichung von wichtigen Büchern im besten aufklärerischen Sinne tätig zu sein. Innerhalb der Geschichtswissenschaft, einem der Schwerpunkte des Verlags, wird dies eingelöst durch Publikationen zur Literatur der Aufklärung sowie der Behandlung der nationalsozialistischen Diktatur. Der Verlag konnte in den letzten Jahren eine Reihe wichtiger wissenschaftlicher Reihen akquirieren und ist zudem Kooperationspartner von angesehenen Forschungseinrichtungen wie beispielsweise der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem.

In den letzten Jahren hat sich der Verlag zudem einen Namen mit der Veröffentlichung zeitgenössischer Literatur gemacht. Anhand dreier fesselnder Titel, die von Wallmoden mit im Gepäck hatte, stellte er beispielhaft das aktuelle Programm vor. Die Buchauswahl zeigte die große literarische Bandbreite und den hohen Qualitätsanspruch des Göttinger Verlags, wovon sich die Schüler dank der mitgebrachten Leseexemplare gleich selbst überzeugen konnten.

Erfolg in der ersten Runde, so von Wallmoden, sei nicht unbedingt ein aussagekräftiges Kriterium zur Bewertung von Literatur. Er riet dazu, Büchern auch eine zweite Chance zu geben, da sie sich manchmal erst nach einiger Zeit durchsetzen. Dies verband er mit dem klaren Appell zu guter Beratung in den Buchhandlungen – am besten mit Büchern, die man selbst gerne liest. Nach etwa anderthalb Stunden verließen die Teilnehmer eine rundum gelungene Abendveranstaltung.

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